Einblick in die Clusterforschung auf EUROMAT2019

25.09.2019
  Konferenzsaal Urheberrecht: M. Abouridouane

Vom 1. bis 5. September 2019 repräsentierten Forscher des Lehrstuhls für Technologie der Fertigungsverfahren die integrativen Ansätze des Clusters auf dem EUROMAT2019 in Stockholm. EUROMAT, der führende internationale Kongress auf dem Gebiet der Materialwissenschaften und -technologie in Europa, führt zweijährlich über 1000 Forschende aus Industrie und Wissenschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen der Materialwissenschaft zu diskutieren und neue Perspektiven zu eröffnen. Gesponsort wird die Veranstaltung von der „Federation of European Materials Societies“.

Professor Dr. Thomas Bergs und die Wissenschaftler Dr. Mustapha Abouridouane sowie Daniel Schraknepper und Dr. Guido Wirtz vom Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren am WZL, präsentierten ihre Forschungsprojekte in der schwedischen Hauptstadt und hatten die Gelegenheit, kritische Entwicklungen der Materialwissenschaften in verschiedenen Plenarsitzungen, Vorträgen und Diskussionen in einem konstruktiven und internationalen Umfeld zu besprechen.

Der EUROMAT-Kongress, der erstmalig 1989 in Aachen stattfand, fokussiert besonders den zukunftsorientierten integrativen Ansatz „Integrated Computational Materials Engineering“ ICME, welcher auch im Cluster groß geschrieben wird und die Werkstofftechik durch das Einbeziehen der Werkstoffe und ihrer besonderen Modalitäten in die Systemlösungen von Beginn an modernisiert und eine präzisere Abstimmung maßgeschneiderter Werstoffe ermöglicht. Anlehnend an den Schwerpunkt trug Mustapha Abouridouane in Session C „Manufacturing Processes“ mit seinem Vortrag über mikrostrukturbasierten Werkstoffmodellierung für die Zerspansimulation ferritisch-perlitischer Stähle zum wissenschaftlichen Diskurs bei. Bei seinem konstitutiven Werkstoffmodell geht es unter anderem darum, die kosteneffiziente und präzise Simulation realer Zerspanprozesse zu ermöglichen.

„EUROMAT2019 war für mich erfolgreich insbesondere im Bereich der Entwicklung und Validierung von Werkstoffmodellierungsansätzen“, resümierte Abouridouane. Die nächste EUROMAT-Konferenz wird 2021 in Graz ausgerichtet werden.